Sommersonnenwende = Schuldenerlass?

Die Verehrung der Sonne und des wiederkehrenden Lichtes geht auf Traditionen in prähistorischer Zeit zurück. Die Sonne hat essentielle Bedeutung für das irdische Überleben. Die Sommersonnenwende trug einen Aspekt des Todes und der Vergänglichkeit in sich. Dem gegenüber standen die längerwerdenden Tage nach der Wintersonnenwende, die Leben und Auferstehung verkörperten. Diese Wendepunkte schlugen sich entsprechend in Ritus und Mythologie nieder. Bemerkenswert ist, dass die Sonne im abendländischen Kulturkreis immer dem männlichen Prinzip zugeordnet ist, jedoch hier eine Ausnahme im germanischen Sprachraum besteht, welcher in der Sonne die Mutter sieht.

Schuldenerlass

1 Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
2 Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat die volle Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.
3 Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!

Doch nur die wenigsten wissen, dass die Bibel noch etwas viel besseres rät: Alle sieben Jahre – in den sogenannten Sabbat- oder Schmittajahren – dürfen wir ein ganzes Jahr Pause machen. „In jedem siebten Jahr sollst du die Ackerbrache einhalten“, heißt es im 5. Buch Mose (Deuteronomium). Denn Erde, Menschen, Tiere und Pflanzen sollen sich – wie Gott nach der Schöpfung – erholen, anstatt ausgelaugt zu werden.

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