Domestizierte Welt

Der Fruchtbare Halbmond gilt als eine der Ursprungsregionen der neolithischen Revolution, des Überganges von der wildbeuterischen Lebensweise zu Ackerbqj6 oder Viehzucht ab dem 12. Jahrtausend v. Chr. Archäologische Forschungen haben ergeben, dass Volksgruppen der Zeitstufe Präkeramischen Neolithikum B (PPNB) im 7. Jahrtausend v. Chr. im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds intensiv Ackerbau betrieben. Es gibt Vermutungen, dass das Klima im 7. Jahrtausend v. Chr. günstiger und niederschlagsreicher war als davor und danach, was ein Vordringen in Steppengebiete ermöglicht haben könnte. Angebaut wurden Getreide (Gerste Einkorn, Emmer) und Hülsenfrüchte; die ersten domestizierten Tiere waren Ziegen, gefolgt von Schafen und später Rindern und Schweinen. Der Fruchtbare Halbmond lag im Verbreitungsgebiet von Wildrindern. Spätestens Anfang des 6. Jahrtausends züchteten sesshafte Ackerbauern die ersten Hausrinder.

Dieser Prozess der Domestizierung sämtlicher Tierarten wie Schweine, Rinder, Hunde, Hühner, exotische Wildtiere und anderweitige Nutztiere findet bis heute statt. Keine Seele muß mehr Hunger leiden, Nahrung und Rohstoffe sind im Überfluse vorhanden, das Jagen und Sammeln wurde durch den Computer und den Kühlschrank eingetauscht – uns geht es besser denn je, leer etwa nicht?

Im Zuge der Domestizierung der einstigen wilden Tiere wurde ein hoher Preis gezahlt. Die Würde der Tiere, ihre Anmut, der Respekt vor der Schöpfung, ihre Grazie, ihre Individualität, ihre Ausstrahlung, ja all das was ein (Lebe Wesen) für ein glückliches und erfülltes, schmerzfreies Leben benötigt, haben wir ihnen weggenommen.

Am schlimmsten haben es die Hühner erwischt. Die Existenz darauf beschränkt, aus einem einzigen Arschloch ein riesiges Ei herquszuschieben, um nach 8-9 Monaten und 20.000 Eiern (Zahlen fiktiv) also Hühnerschenkel in der Tiefkühltruhe zu landen.

Diese Domestizierung nimmt keinen Halt vor uns – dem Homo sapiens selbst. Wir haben uns domestiziert, uns jede Würde enterbt, jede Grazie jeden Stolz verspielt und jeden Respekt vor uns selbst verloren. Das ist der Preis den wir für eine weiträumig geographische Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zahlen.

Die Domestizierung der Menschen

Der Menschliche Superkomples erinnert an einen Ameisenstaat. Als ich durch die Überwachungskameras auf den Straßen das Geschehen beobachtet, erschien mir diese Erkenntnis, dass Menschen untereinander u bewusst verbinden wie Ameisen in einem Bau arbeiten.

Jede Ameise / Menschenkind spielt seine eigene Rolle, vom Arbeiter zum Straßenbauer, zur Hebamme uns. Doch sind diese Menschen glücklich? Bist du glücklich damit? Der Bauch ist voll, der Weinkeller ist voll, aber die Seele leidet. So glücklich sind wir irgendwie nicht. Es geht etwas.

Um einen Planeten zu kreieren, der am Ende der Menschheitsgeschichte in absoluter Liebe pompös und strahlend seine Kreise dreht, ist die Erschaffung eines Teufels unabdingbar. Um diesen Deibel zu töten, schicke und Gott seinen Sohn auf die Welt. Der folgende Satz von Mephisto (Goethe) entstand aus der Zeit, in der der Teufel auf dem Planeten noch lebte.

Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Einmal die negative Kraft im Universum – den Teufel besiegt, wäre es nun an der Zeit aus dem domestizierte Zeitalter aufzuwachen und auszubrechen, neue Wege zu finden und diese zu beschreiten. Es braucht Tools und Werkzeuge, neue Gedanken und Erfindungen und ein Abdriften in eine vegetarische Zukunft ist ohnehin nicht unumkehrbar.

Die Frage ist: Wann brechen wir aus diesem Teufelskreislauf endlich aus?

2 Gedanken zu “Domestizierte Welt

  1. Einst hatte die Menschheit begonnen, Tiere als Nutztiere selbst zu Umsorgen, sodass man sich (zum teil) von ihnen Ernähren konnte. Man musste also stets achtsam sein, dass es den Tieren gut ging, da man sonst im schlimmsten Falle alles verloren hätte – also seine Lebensgrundlage. Das mit dem was heute mit Tieren gemacht wird in keinster weise vergleichbar.

    Heute kann & ist es den meisten Menschen meist egal, woher das Essen kommt was man auf dem Tisch hat, oder in Plastik verpackt aus der Tiefkühltheke nimmt. Tiere werden nur noch als Mittel zum zweck benutzt, und das nicht mal mehr um den Hunger von Menschen zu stillen – sondern vielmehr um Profite zu machen.

    Und das ist das Problem:
    Wie soll der Mensch Achtung vor Tieren haben, sowas überhaupt lernen, wenn er selber nicht mal (mehr) dafür zu sorgen hat, woher sein Essen kommt ? Wenn er nie gelernt hat, wie mit einem Tier umzugehen ist, dass einem mal das eigene (über)Leben sichern soll ?

    Würden die menschen ebenso unachtsam mit Tieren umgehen, wenn sie dafür selbst Verantwortlich wären, wenn sie verstanden hätten was das bedeutet ? Klar ist es nicht schön wenn ein Tier Sterben muss, für den Hunger eines anderen Lebewesen – dem Menschen. Aber es geht auch um das wie.

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