Anna Schuster Blog für eine neue Welt

Buddhistische Mönche in Birma kämpfen gegen Islamisches Kalifat 

Patriotische Mönche in Birma positionieren sich gegen Islamische Eroberer. Foto: Scott Stulberg Photography

Das Islamische Kalifat dehnte sich innerhalb weniger Jahrzehnte über den gesamten Erdball aus und infiltrierte nahezu alle Kontinente. Auch das bisweilen friedlichste Land der Welt – Birma – in dem der Buddhismus und eine auf Siddhartha Gautamas Lehren basierende Lebensweise dominiert, bleibt von dem Islamischen Eroberungsfeldzug nicht verschont.

Prachtvolle Pagoden und Tempel, eine unberührte Vielfalt an Landschaften und Menschen – offiziell gibt es 135 Volksgruppen – ein hoher Bestand an kolonialen Bauwerken aus Gold, der weltberühmte Shwedagon-Tempel, goldene Königsstädte und eine buddhistische geprägte Lebensweise: Birma bietet all das, was das Herz zur vollkommenen Glückseligkeit benötigt. Wäre da nicht eine Minderheit von Muslimen und eine korrupte Regierung, die den friedlich gesinnten Mönchen immer wieder Ärger bereiten.

 

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Birma > 80 Prozent der Einheimischen sind Buddhisten. The Telegraph

 

In einem überfüllten Zimmer in einem birmenischen Kloster unterhält sich eine Gruppe von karmesinrot gekleideten Mönchen und ihren Anhängern bei Tabak und Tee. Ein Mönch mit einer schwarzen, dicken Brille füttert einen Fotokopierer mit Papier. Ein anderer liegt auf dem Boden und stapelt Broschüren aufeinander. Die Freunde amüsieren sich und schnipsen Zigarettenstummel in einen Aschenbecher.

Sie bilden Petitionen, erklärt ein Mönch mit übergroßer Sonnenbrille auf der Stirn. Ein lokaler (linker) Journalist kritisierte vor kurzem das Oberhaupt der Gruppe, als einen „hasserfüllten“ Mönch. Ashin Wirathu, der für seine strikte anti-muslimische Haltung bekannt ist, wurde wie alle Menschen auf dieser Erde, die das anthropologische Projekt der Islamisierung, durch die globale Politik orchestriert, kritisieren, Zeuge der feindseligen Kräfte, die von der globalen Politik und ihren Medienhuren ausgehen. Die „Nazifizierung“ ist ein altbewährtes Mittel, jedwede Kritiker als Rechtsextremisten und Nazis zu stigmatisieren und wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Die buddhistischen Mönche fordern nun, dass der Journalist aufgrund seiner Aussage verhaftet wird.

Dschihadisten wollen das Land überwältigen, also müssen wir es schützen“, sagt Eindaw Bar Tha, einer der Mönche, der auf dem Boden liegt.

 

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Ashin Wirathu, der spirituelle Anführer der anti-islamischen, nationalistischen Gruppierung Ma Ba Tha in seinem offiziellen Masoeyein Kloster. Photograph: Thomas Cristofoletti/Ruom

 

Das Kloster ist das Hauptquartier des Komitees, um die Ethnie und Religion des Landes zu schützen, auch Ma Ba Tha genannt. Die buddhistische Organisation ist patriotisch eingestellt und kämpft seit Jahren gegen die voranschreitende Islamisierung des Landes an.

Die selbsternannten Beschützer von Birmas buddhistischer Religion, die Ma Ba Tha-Mitglieder haben vergangene Woche in Mandalay durch anti-islamische Aufstände gegen die muslimische Bevölkerung für neue Spannungen gesorgt. Mandalay ist eine multikulturelle Stadt aus einem beträchtlichen Anteil von Muslimen, Christen und Buddhisten.

Im Jahr 2014 gipfelte die Feindseligkeit in anti-islamischen Unruhen, die mit den Ma Ba Tha verbunden sind. Diese Spannungen halten bis heute an. Auf der Straße passieren die muslimischen Männer die Mönche zitternd, aus Respekt vor den patriotischen Buddhisten. Ein buddhistischer Taxifahrer, der von einem islamischen Stadtviertel wegfährt, murmelt: „So viele Muslime.“ Auch in Birma haben sich Parallelgesellschaften gebildet.

Smar Nyi Nyi, ein muslimischer Geschäftsmann, beschrieb die Situation zwischen den beiden Parteien folgendermaßen: „Wenn wir mit den Buddhisten sprechen, müssen wir vorsichtig sein. Wir wollen nicht, dass sie sich von unseren Worten verletzt fühlen. Auch wir wählen unsere Worte bedacht. „

Die muslimische Parallelgesellschaft hat auf die militanten Mönche reagiert, indem sie riesige graue Tore, die jeden Abend um 22 Uhr geschlossen werden, aufstellten. „Wir verhindern durch diese Tore Ärger“, sagt er. „Einige der jungen Kinder lassen es sich nicht gefallen, wenn sie beleidigt wurden und schießen mit Worten zurück.

 

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Muslimische Invasoren in Birma schützen sich mit Toren gegen die militanten buddhistischen Mönche.

 

Die maskierten Kämpfer, die von den buddhistischen Mönchen angeführt werden, griffen diesen Dienstag junge Muslime an. Die buddhistischen Mönche nehmen ihr Schicksal seit Jahren selbst in die Hand, da die Regierung unter Aung San Suu Kyi die Augen vor der schleichenden Islamisierung verschließt. Wessen Herren Birmas Staatschef dient, wird auch an der willkürlichen Preiserhöhung durch die Regierung deutlich, was im September 2007 zu Mönchsprotesten führte, die die Regierung blutig niederschlagen ließ. Da die Regierung die schleichende Islamisierung fördert, sieht sich der muslimische Bevölkerungsteil mit Aufständen und Angriffen der buddhistischen Mönche konfrontiert.

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Birmesischer Senat schlägt Aufstand von Mönchen gewalttätig nieder. Im Fluss Ezu werden 19 Leichen entdeckt. Foto:

Dieser Angriff auf die in dem Land unerwünschten Muslime ist nicht der erste. Bereits im Jahr 2014 erhoben sich die einheimischen Mönche gegen das muslimische Stadtviertel. Fast 200 Menschen starben und Zehntausende von Menschen – meist Rohingya Muslime – wurden 2012 im Rakhine-Staat vertrieben. Die Gewalt eskalierte dort letztes Jahr nach Angriffen auf Grenzposten von rohingyanischen Militanten.

Die Rohingya sind eine muslimische Ethnie in Birma. Sie leben hauptsächlich im nördlichen Teil des an Bangladesch grenzenden Rakhaing-Staates (ehemals Arakan). In Myanmar leben heute etwa eine Million Rohingya und sie zählen zu den muslimischen Extremisten. Gemäß dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 gelten die birmesischen Rohingya nicht als eine der 135 einheimischen Bevölkerungsgruppen und haben damit keinen Anspruch auf die myanmarische Staatsbürgerschaft. Aufgrund von Repressionen und Verfolgungen leben mindestens eine Million Rohingya als Flüchtlinge in Bangladesch und weiteren Ländern Asiens. Die Einheimischen bezeichnen sie aufgrund ihrer streng religiösen Lebensweise als Dschihadisten. Weite Teile der buddhistischen Mehrheit in Birma betrachten die Rohingya als illegale, staatenlose Einwanderer aus Bangladesh, die sich nicht integrierten, obwohl viele von ihnen schon seit Generationen in Myanmar leben.

Laut Wikipedia  beträgt der Anteile der Religionen an der Bevölkerung in Birma:

  • Buddhismus (mit Lokalreligionen gemischt): nach offiziellen Angaben 87,2 %
  • Christentum: 5,6 % (zumeist Anhänger des Protestantismus und der katholischen Kirche: 1,04 %)
  • Islam: 3,6 %
  • Anhänger von indischen Religionen: 2,6 %

 

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Der Weg des Friedens in den Spuren Buddhas. Wie viel Provokation ist nötig, bis sich Buddhisten gegen Eindringlinge zur Wehr setzen? Foto: Jesse Kaplan Photography

 

Obwohl die birmenische Rohingya-Minderheit lediglich einen Anteil von 3,6% ausmachen, scheint die eigentümliche, extremistische und islamische Lebensweise die friedlich gestimmten Buddhisten zu inkommodieren, dass sich die sonst friedlichen und wohlgesonnenen Mönche zu Maßnahmen gegen die „islamische Minderheit“ verpflichtet fühlen.

 


Quellen:

https://www.welt.de/reise/article3649697/Birma-ein-Land-so-ganz-anders-als-alle-anderen.html

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1060470.uno-fordert-myanmar-zu-respekt-der-muslim-minderheit-auf.html

https://www.theguardian.com/cities/2017/may/08/buddhist-extremists-anti-muslim-mandalay-ma-ba-tha

https://de.wikipedia.org/wiki/Rohingya

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