Anna Schuster Blog für eine neue Welt

Saudi Arabien: Das Ende einer absoluten Monarchie?

Kronprinz Muhammad

Saudi-Arabien tritt nun in eine Epoche des Umnruchs ein.
Aktuelle Nachrichten über eine versuchte Ermordung des Kronprinzen des Königreichs Saudi-Arabien, Muhammad bin Salman, kann auf eine wachsende Instabilität in der größten arabischen Ölmonarchie hindeuten, die bereits mit einer Reihe von sehr komplizierten innenpolitischen Problemen konfrontiert ist. Das Reich könnte in den kommenden Monaten die regressivste Zeit in der Geschichte Saudi Arabiens erleben. Notiz für alle, die es nicht wissen: Die Saudi-Arabische Familie ist intern stark verjüdelt.

Es gibt keine näheren Details zu dem versuchten Mord des Kronprinzen Muhammad. Wichtig zu erwähnen ist der Fakt, dass am Ende eines korrupten Systems die Herrscher und Könige, die an den Richtlinien und Werten des alten Systems festhielten, immer wieder Opfer von Anschlägen, Putschversuchen und Intrigen wurden. War das Volk die fett gefressenen Herrscher überdrüssig, galt es, diese aus dem Weg zu räumen. Auch war man von seiten der untergehenden Opposition gewillt, die aufsteigenden Mächte des neuen Systems durch Anschläge aus dem Weg zu räumen. Letzteres dürfte der aufsteigenden AfD unterfahren sein (Artikel lesen):

Die AfD hat keine starken Gegner und negativen Fügungen zu befürchten. Sie ist Deutschlands aufsteigende Macht. Der Kampf um den Machterhalt ist eines der historischen Wiederholungsmuster, die sich zu allen Zeiten der Menschheit finden.

Pravda berichtete, dass der Anschlag auf den Kronprinzen in der Stadt Dschidda ausgeführt wurde – die ökonomische Hauptstadt des Königreichs. Es wurde auch verkündet, dass der Mordversuch von einem der Fürsten organisiert wurde, den die saudische Polizei später verhaftete, Von den Behörden Saudi-Arabiens wurde keine offizielle Bestätigung oder ein Widerspruch erhoben.

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Dschidda in Mekka. Foto: oinkedIn

Es gibt keinen Zweifel daran, dass es viele Menschen in der riesigen saudischen Königsfamilie gibt, die sich dem jungen Kronprinzen entledigen wollen. Der rasche Aufstieg des 30-Jährigen in die mächtigsten politischen Ränge, wodurch er nahezu unbegrenzte Kontrolle über die Wirtschaft und die Armee von Saudi-Arabien (mit der Unterstützung von seinem gealterten Vater, König Salman) erhielt, konnte nicht als Wut und Ärger in den konkurrierenden Familienclans auslösen.

Gerüchten zufolge kann Muhammad bin Salman in den kommenden Monaten den Thron von Saudi-Arabien einnehmen. Sein Vater, König Salman, ging nach Marokko, um ich eine Auszeit zu nehmen, nachdem er seinen Sohn beauftragte, das Land in dieser Zeit zu beherrschen.Nach seiner Rückkehr in das Land könnte König Salman in der Gunst seines Sohnes auf seinen Thron verzichten.

Mohammed bin Salman und das ganze Königreich können sich auf eine schwierige Zeit des inneren Aufruhrs vorbereiten. Es gibt mindestens drei weitere Faktoren, die die ganze Geschichte noch komplizierter machen. Es geht um den laufenden Krieg im Jemen, eine Bedrohung durch ISIS-affine Jugendliche und wachsende Spannungen in der schiitisch besiedelten Ostprovinz.

Der jemenitische Krieg war der erste große Test für Muhammad bin Salman, der den Posten des Verteidigungsministers erhielt. Das Problem ist, dass der Krieg für ihn bisher sehr erfolglos war. Der Krieg dauert zu lange und brachte keine Erfolge, auch wenn der junge Kommandeur diese Erfolge dringend nötig hätte. Luftangriffe der saudischen Koalition führten zu zahlreichen Verlusten, die eine Welle der Kritik an den saudischen Authoritäten auslösten. Wenn es im Jemen keinen Erfolg gibt, kann die gescheiterte Rolle der Armee ein Faktor der Destabilisierung werden.

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Da ist die israelische Fürstin glücklich: Die Zionistin und jüdische Stadthalterin Israels, Angela Merkel versenk in Saudi-Arabien regelmäßig Steuergelder des unterdrückten deutschen Volks in Milliardenhöhe. Gelder, die auf direktem Wege in saudische Waffen fließen, um die Vormachtstellung der USA, Israel und Saudi-Arabien im Mittleren Osten zu gewährleisten. Foto: The Times of Israel

 

Die Bedrohung durch radikale Jugendliche, die sich dem ISIS hingezogen fühlen, ist ernst. Hier steht das saudische Regime vor Konsequenzen seiner eigenen, schlecht konzipierten Politik der Unterstützung extremistischer islamistischer Gruppen in der gesamten islamischen Welt.

Es ist kein Geheimnis, dass al-Qaida (die terroristische Organisation, die  in Russland verboten ist) und viele verwandte Organisationen, einschließlich der Muslimbruderschaft, von saudischen Clans voll unterstützt wurden. Saudi-Arabiens Empörung über Katar ist ein Beispiel der Heuchelei. Bis vor kurzem waren die beiden Monarchien in Solidarität bei der Finanzierung ein und der gleichen extremistischen Kräfte.

Unter den heutigen Bedingungen ist der islamische Staat (die terroristische Organisation ist in Russland verboten) auf saudischem Geld aufgewachsen und wurde zu einer Bedrohung für Riad. Das Königreich beschloss, einen „Krieg gegen den Terrorismus und den Extremismus“ zu führen. Allerdings haben Terrorismus und Extremismus bereits in den Köpfen junger Staatsangehöriger das Reich tief verwurzelt. Meinungsumfragen zeigen, dass eine große Anzahl von Saudis, vor allem junge Menschen, die Ideale und in geringerem Maße die Praxis der islamischen Staatskämpfer unterstützen.

Unter diesen Bedingungen kann der Erbe des Thrones, Muhammad bin Salman, angesichts von Millionen von jungen Menschen, die offen mit dem islamischen Staat sympathisieren, im eigenen Land nicht sicher sein. Dies wird durch die wachsende Zahl von Todesurteilen für Einzelpersonen, die mit Terroristen sympathisieren, belegt.

Die dritte Bedrohung für das Regime ist die unruhige östliche Provinz des Königreichs, wo die Schiiten die Mehrheit der Bevölkerung stellen. Iran und Katar werden nicht die Gelegenheit verlieren, die Situation und die Unzufriedenheit der schiitischen Bevölkerung im Kampf gegen Riad zu nutzen.

Bemerkenswert ist auch, dass die Feindseligkeiten in der Nähe der Stadt El-Qatif an der Golfküste bereits seit Monaten andauern und nicht zur Ruhe kommen. Die Behörden ziehen es vor, über Zusammenstöße von Gangstern und Schmugglern zu sprechen, aber nur wenige bezweifeln, dass es sich um einen groß angelegten Krieg gegen organisierte Gruppen handelt, die nach der Hinrichtung des schiitischen Predigers Nimra al-Nimra im vergangenen Jahr aktiv wurde.

Vorläufig gibt es für Saudi-Arabien keinen Grund, dass sich die Spannungen im Osten des Landes auflösen sollten. Die Eskalation des Konflikts mit Katar und die Konfrontation mit dem Iran schlägt die andere Richtung vor.

Zuletzt sei erwähnt, dass Saudi-Arabien sich neben Angela Merkel auf niemanden mehr verlassen kann. Der langjährige strategische Verbündete – die USA – zeigt seit Donald Trumps Präsidentschaft keine Entschlossenheit mehr, die Interessen der königlichen Familie zu schützen und ihre Stabilität und Unverletzlichkeit zu garantieren.


Übersetzt von Pravda

3 Antworten zu „Saudi Arabien: Das Ende einer absoluten Monarchie?“

  1. 006

    Wenn auf diesen ‚jüdischen Saudiprinzen‘ (trotzdem haben die Saudis jahrzehntelang Arafat und auch andere Organisationen finanziert, die dem jüdischen Staat Widerstand mit Waffengewalt entgegenzusetzen versucht haben … – aber das kann natürlich auch wieder verdeckte Täuschung gewesen sein … in diesem Geflecht aus Lüge und Täuschung blickt ein Westler, der nicht durch eigene Geheimdienste informiert wird, wohl kaum durch) ein Mordanschlag verübt worden sein sollte, dann wohl kaum ‚aus den Reihen des Volkes‘.

    Vom sogenannten ‚Volk‘ geht doch eigentlich nie irgendetwas anderes aus als höchstens Gegrummel und Gemaule. Taten kommen höchstens von gut organisierten und entsprechend natürlich auch gut orientierten und gut finanzierten Gruppen. Demzufolge wird es wohl eher eine Gruppe sich übergangen fühlender ‚Prinzen‘ gewesen sein, die hier ihrem Unmut Luft gemacht hat.

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