Bundestagswahl 2017: Landwirte wählen AfD und FDP

Die meisten Landwirte geben Angela Merkels Agrarpolitik schlechte Noten. Seien es die niedrigen Preise für Milchprodukte, die sich für die Verbraucher in den letzten Jahren aufgrund der hohen Inflationsrate stetig erhöhten und bei den Bauern zu Spott-Preisen führen oder seien es die grotesken EU-Richtlinien, die den Landwirten vorschreiben, wie viel Grad die Krümmung einer Gurke betragen darf und ob sie in Plastik verpackt werden muss. Oder seien es die Milchprodukte aus Polen, die die EU-Länder überfluten und die nationale Wirtschaft zerstören. Angela Merkels restriktive globale Agrarpolitik zwingt die Landwirte seit Jahren in die Knie.

Die Webseite agrarheute stellte nun die Ergebnisse einer Wahlumfrage online, die sie im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017 ins Leben riefen. Die Seite, die sich thematisch an Landwirte richtet, befragte ihre Leser Anfang Juli, welche Partei sie bei der bevorstehenden Bundestagswahl im September 2017 wählen würden.

Die Seite bietet ihren Lesern einen Wahlomat an, Agrar-O-Mat‚, mit dem sie herausfinden können, welche Partei ihre agrarpolitische Position am ehesten vertreten. Danach ist es den Teilnehmern möglich, an einer Umfrage teilzunehmen, bei der sie für die Partei ihrer Wahl abstimmen können. Aus den Ergebnissen der Umfrage erstellt agrarheute monatlich einen Politbarometer.

Agrarheute gib bekannt, dass sie für die Thesen, die im Agrar-O-Mat in Bezug auf die agrarpolitischen Inhalte der Wahlprogramme bei den Parteien nachfragten. Da die AfD laut der Webseite nicht auf die Nachfrage antwortete, kam der Partei in dem Agrar-O-Mat neben CDU/CSU, SPD, Grüne, Die Linke und FDP kein Platz zu. 

Um so überraschender sind die Zwischenergebnisse aus dem Monat Juni, die agrarheute auf ihrer Webseite veröffentlichte:

netanyahu-1.jpg

Zwischenergebnis der Wahlumfrage vom Monat Juni. Foto: agrarheute

 

  • CDU/CSU: 35 % (449 Stimmen)
  • AfD: 25 % (323 Stimmen)
  • FDP: 25 % (318 Stimmen)
  • Bündnis90/Die Grünen: 6 % (72 Stimmen)
  • SPD: 3 % (38 Stimmen)
  • Die Linke: 3% (38 Stimmen)
  • Andere: 2 % (25 Stimmen)
  • Wahlverweigerer: 2 % (30 Stimmen)

 

Da sich die AfD auf ihrer Webpräsenz der unterschiedlichen Bundesländer mehrfach zu agrarpolitischen Thesen ausspricht und andere Agrarseiten wie top agrar online die einzelnen Punkte des Bundesprogramms analysierten, ist es ein leichtes, die landwirtschaftlichen Themen der konservativen Partei zu recherchieren:

  • gegen den Einsatz von Glyphosat aus (bis die Unschädlichkeit nachgewiesen ist)
  • für die gesetzliche vorgeschriebene artgerechte Haltung von Tieren, (bei nicht artgerechter Massentierhaltung in der Landwirtschaft)
  • Tierhaltende Betriebe dafür verantwortlich zu machen, dass ihre Produkte frei von Antibiotikarückständen und MRSA-Keimen sind
  • den Einsatz von Gentechnik in Medizin und Landwirtschaft nur nach sorgfältiger Prüfung zu genehmigen und gentechnisch veränderte Futter- und Lebensmittel zu kennzeichnen
  • Abhängigkeit von multinationalen Saatgutkonzernen verringern
  • Subventionierung der Biogasanlagen durch Abschaffung des EEG zu beenden
  • gegen Subventionsverteilung nach dem Gießkannenprinzip
  • für rückstandsfreie Nahrungsmittel und marktgerechte Preise

 

Ob dieses umwelt- und menschenfreundliche agrarpolitische Programm für die hohe Anzahl der AfD-Stimmen trotz Ausscheidung im Agrar-O-Mat verantwortlich ist oder anderweitige Inhalte der Partei ausschlaggebend sind, kann derzeit nicht geklärt werden. Fakt ist jedoch, dass Angela Merkel bei einer schwarz-gelb-blauen Koalition die Mehrheit im Bundestag verliert und ob die Dame mit der AfD überhaupt eine Koalition eingeht, ist fraglich. 

Rechtstrend auch unter jungen Menschen in den Staaten verbreitet

Ein „Rechtsruck“ der Länder ist nicht nur in Europa, sondern international zu beobachten. So findet sich der Trend, rechtskonservativen Parteien zu wählen, auch in den Vereinigten Staaten. In der amerikanischen Bevölkerung wählten vor allem junge weiße Amerikaner Donald Trump.

genzbaby-750x472

Amerika 2016: Die Generation Z unter den weißen Amerikanern wählt stark rechtslastig. Foto: nationalvanguard.org

 

Dieser Trend zu Parteien, die nationale Wahlprogramme fördern, ist ein Zeichen der Vernunft. Eine globale Politik, wie sie die Machthaber dieser Welt zu erzwingen versuchen, funktionierte in der gesamten Menschheitsgeschichte kein einziges Mal, da sie die große Mehrheit der Nationen ausbeutet, während sie die Wirtschaft, die Souveränität, die finanzielle Unabhängigkeit und die Gesellschaft zerstört. Alle Imperien fielen am Ende eines Zyklus in sich zusammen und auch das Imperium Americanum bröckelt bereits. An erster Stelle sollten nationale, danach regionale und schließlich lokale Interessen stehen, die die landeseigenen Produkte und die lokale Industrie fördern. Ausschließlich ein solches politisches Konstrukt zeugt von Weitsicht, Vernunft und Souveränität. Die Gleichsetzung nationaler politischer Konzepte mit dem Nationalsozialismus des Dritten Rechs sind als Relativierungsprogramm zu werten, um Deutschland in den wirtschaftlichen, finanziellen und geopolitischen Ruin zu stürzen. 

 

Advertisements

2 Antworten zu „Bundestagswahl 2017: Landwirte wählen AfD und FDP“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Einfaches HTML ist erlaubt. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Abonniere diesen Kommentar-Feed über RSS

%d Bloggern gefällt das: