Anna Schuster Blog für eine neue Welt

Wie wir das Plastik-Problem nachhaltig beheben 

Zwei schonende Alternativen zur Beseitigung der Plastikmüllberge

Archäologen teilen die Zeitalter bekanntermaßen in die verwendeten Materialien ein, welche für die jeweilige Epoche für die Menschen vorherrschend waren. In der Steinzeit benutze der Homo Neanderthalensis Werkzeuge und Schmuck aus Stein und Knochen, die Bronzezeit ist die Epoche in der Menschheitsgeschichte, in der die Menschen die Legierung (90 % Kupfer und 10 % Zinn) erfanden, was zu zahlreichen Metallgegenständen aus Bronze führten. Durch die Erfindung der Verhüttung von Eisen stellte man in der Eisenzeit Werkzeuge und Waffen aus Eisen her.

Die Anzeichen für einen neuen Abschnitt der Erdgeschichte liegen auf der Hand, machen wir uns einmal Gedanken, welchen Rohstoff die Archäologen in 1000 Jahren in den Erdschichten unserer Generation auffinden werden. Im 3. Jahrtausend n. Chr. dominiert der Wertstoff Plastik unseren Planeten. Seit Beginn der Industrialisierung hat der Mensch die Zusammensetzung der Atmosphäre und Ozeane verändert sowie die Landschaft und die Biosphäre maßgeblich beeinflusst. Der Mensch bestimme ganz wesentlich den aktuellen Zustand der Erde, welcher sich von früheren Epochen wie der Eisenzeit deutlich unterscheidet. Wissenschaftler haben diese Tatsache bereits erkannt und unserer Epoche in einem Symposium von Geologen den Namen Anthropozän gegeben.

Die Archäologen werden diese Epoche das Zeitalter des Plastiks nennen: Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Plastikzeit. Die ersten Plastikgegenstände und Rückstände haben sich bereits in der obersten Stratigraphie (Erdschicht) verankert:

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Archäologen wissen: Bevor die Schätze der Vergangenheit sichtbar werden, müssen sie sich durch eine Schicht von Plastik graben. Feuerzeuge, alte Handys, Deckel, Plastikspielzeug werden zutage gefördert. Foto: Spektrum der Wissenschaft

Woher kommt das Plastik?

Plastik wird aus Erdöl gewonnen. Als Menschheitsfamilie brauchen wir heute 47 Supertanker Erdöl pro Tag, das sind umgerechnet 90 Millionen Fass Erdöl am Tag. Supertanker sind die größten Tanker der Welt. 1945 brauchten wir nur 6 Millionen Fass Erdöl am Tag, Wir befinden uns in einem Erdölrausch. Um den Bedarf nach Erdöl zu decken, sind Erdölquellen notwendig. Betrachten wir die 10 Länder mit dem reichsten Vorkommen an Erdöl, fällt vor allem eines auf: Viele dieser Länder befinden sich in einem illegalen Krieg gegen Amerika, Israel und Saudi-Arabien. Libyen, Irak, der Iran wären als Länder zu nennen, die die USA, israelund Saudi Arabien unter dem Vorwand des „Terrorismus“ seit 9/11 sukzessiv zerstören. Interessanterweise findet dieser „Krieg gegen den Terror“ immer an großen Ölquellen statt. Und so befindet sich auch in Syrien an den Golanhöher, an denen vor wenigen Tagen erneute Zusammenstöße mit Terroristen und den israelischen Verteidigungskräften stattfanden, ein großes Erdölfeld. Russland, das Land, welches aufgrund seiner Größe erhebliche Mengen an Erdöl besitzt, wird seit Jahrzehnten von der US-Streitmacht NATO bedroht und brandaktuell versucht die USA, Venezuelas Regierung in Form eines CIA-initiierten Maidans zu stürzen. Ein Schelm, wer dahinter den Rohstoff Erdöl vermutet.

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Wer das Erdöl besitzt, besitzt die Macht über den am weitesten verbreiteten Rohstoff weltweit. Die gesamte Lüge des „Kriegs gegen den Terrorismus“, wie er uns seit jeher verkauft werden sollte, steht und fällt mit dem False Flag Attentat 9/11, der die Beutezüge und den Krieg gegen einen erfundenen Feind legitimieren sollte. 9/11 zählt seit der Veröffentlichung des CIA-Anschlags durch Sprengung der Türme in einer renommierten Physik-Fachzeitschrift als widerlegt. Es handelt sich heute zweifelsfrei um eine False Flag Attacke, von CIA-Agenten ausgeführt. Das Muster, das sich uns bei Betrachten der oberen Statistik erschließt ist klar: Die (illegalen) Kriege dieser Welt sind in Wahrheit Erdöl-Raubzüge der USA und seinen Verbündeten (mehr dazu).

Wir versinken in Müllbergen

Insgesamt hat die Menschheit mehr als acht Milliarden Tonnen Plastik produziert (Studie sh. hier). Recycelt wurde davon lediglich ein Bruchteil, während die Müllberge täglich weiter ansteigen. Das Fachmagazin Sciencemag errechnete bereits, wie viel Tonnen Plastik pro Jahr im Meer landen. Demnach landeten im Jahr 2010  zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen in den Weltmeeren. So praktisch der Wertstoff Plastik auch sein mag, birgt er einen Nachteil: Er ist nicht biologisch abbaubar.

An den Stränden der Südseeinseln aber auch an der Nord- und Ostsee offenbart sich das Plastik-Problem der Meere eindrucksvoll an den völlig vermüllten Stränden. Knapp 80% des Plastikmülls landet auf Deponien. Etwa zwölf Prozent des Plastikmülls werden verbrannt und beispielsweise für die Energiegewinnung genützt. Die dabei entstehenden Emissionen können jedoch große Umwelt- und Gesundheitsrisiken darstellen. Nur ca. 9 Prozent werden recycelt. Wenn wir nicht dringend handeln und diesem Plastik-Trend entgegenwirken, werden sich die Müllberge weiterhin zum Leid von Tier, Mensch und Umwelt drastisch erhöhen.

Fotostrecke zeigt dringenden Handlungsbedarf zur Behebung der Umweltverschmutzung durch Plastik:

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Problembehebung

Eine Larve, die Plastik frisst, könnte die Lösung für unser globales Müllproblem sein. Der Tenebrio molitor, besser bekannt unter dem Mehlwurm hat in seinem Verdauungstrakt eine Bakterie, die in der Lage ist, Kunststoff zu zerlegen. Das Insekt, welches als Schädling aufgeführt wird, kann in Bezug auf das globale Plastikproblem als Nützling und natürliche Lösung gegen die Müllberge eingesetzt werden.

In einer Studie aus dem Jahr 2014 stellten Forscher fest, dass indische Mehlwürmer in der Lage sind, polymere Strukturen zu kauen und zu verdauen. Die Forscher erlangten über die Zerlegung von Kunststoffen durch Bakterien im Verdauungs-Trakt eines Tieres handfeste Beweise. Das Insekt ernährt sich nicht nur von Plastik, sondern auch von Styropor und Polyesterfolien. Die Larve wandelt den Plastikmüll zum einen Teil in Kohlendioxid um, sowie teilweise in zersetzbare Exkremente. Gesundheitsschäden hinterlasse die Plastiknahrung bei den Würmern nicht.

Die Wissenschaftler isolierten zwei Bakterienstämme, Enterobacter asburiae YT1 und Bacillus sp. YP1, aus dem Darm des Wurms. Sie haben dann die Stämme 28 Tage brüten lassen, wobei beobachtet wurde, dass lebensfähige Biofilme gebildet wurden und das Polyethylenematerial abnahm, was bedeutet, dass sie beim Auflösen in Wasser geschmeidiger wurden. Um diese bahnbrechende Entdeckung zuerforschen, analysierten die Forscher den Kot von Mehlwürmern, die sich nur von Styropor ernährten. Sie fanden, dass die Darm-Bakterien in diesem Prozess am wichtigsten waren.

Im Labor haben 100 Mehlwürmer zwischen 34 und 39 Milligramm Styropor pro Tag gegessen. Die Würmer verwandelten etwa die Hälfte des Styropores in Kohlendioxid. Innerhalb von 24 Stunden hatten sie auch die Masse des verbleibenden Kunststoff als biologisch abgebaute Fragmente ausgeschieden, die die Form von Kaninchen-Kot aufweisen (1).

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Aus der Studie Environ. Sci. Technol., 2014, 48 (23), pp 13776–13784

 

Das dazugehörige Patent wurde am 8. Mai 2014 veröffentlicht und beschreibt „Die biologische Abbaubarkeit von Erdöl-basierten Kunststoffen“. Das vorliegende Patent bezieht sich im Allgemeinen auf biologische Verfahren zum Abbau von Abfallkunststoffen und recycelten Kunststoffen und insbesondere auf neuartige isolierte Insekten, die in der Lage sind, auf Petroleum basierende Kunststoffe abzubauen, Bakterienstämme, die in der Lage sind, auf Petroleum basierende Kunststoffe abzubauen, und mikrobielle Konsortien einschließlich solcher Stämme. Das vorliegende Patent betrifft auch Zusammensetzungen, die solche Stämme und mikrobielle Konsortien einschließen, sowie Verfahren zur Verwendung solcher Stämme, mikrobieller Konsortien und Insekten.

Unter Punkt 7  werden die nützlichen Insektenarten aufgezählt:

  • Tenebrio molitor Linne
  • Zophobas morio
  • Plodia interpunctella

 

Wieso wird dieses Patent nicht angewendet, welches im Stande ist, auf natürliche und umweltschonende Art die Plastikmüllberge verschwinden zu lassen? Die Antwort ist simpel: Diese Patente werden vom System unterdrückt. Den Mächtigen dieser Erde liegt Mutter Natur und Mensch nicht am Herzen. Vorrangig ist alleine die Machtausweitung und der Machterhalt.

 

Der Plastik-Konverter

Identisch verhält es sich mit einer älteren aber ebenso effektiven wie schonenden Erfindung: Der japanische Erfinder Akinori Ito entwickelte eine Maschine, die Kunststoffe wie Plastik und Styropore wie Polyethylene, Polystyrene und Polypropylene zu Öl konvertiert. Diese Methode, die aus den Müllbergen sinnvoll Rohstoffe herstellt, basiert auf dem Umkehrprozess. Das Funktionsprinzip ist einfach: Der Plastikmüll wird in der dafür entwickelten Maschine erhitzt und so verflüssigt. Die entstehenden Gase lassen sich kondensieren, das nun wieder flüssige Material ist bereits Öl.

Das Plastik kann in seine ursprüngliche Form, in Rohöl zurückverwandelt werden. Das Rohöl kann so wieder verwendet werden, z.B. zum Anheizen von Öfen, in raffinierter Form sogar als Treibstoff. (2) Der Erfinder verspricht, das entstandene Kondensat kann zum Antrieb von Generatoren genutzt werden. Oder, wie Erdöl, zu Benzin, Diesel oder Kerosin raffiniert werden. Aus einem Kilo Plastik kann ein Liter Öl gewonnen werden. Die Produktionskosten würden dabei bei unter 20 US-Dollarcents je Liter liegen. Die Maschine kann im Hausgebrauch verwendet werden. (3)

 

Das vorliegende Patent wurde bereits am 19. Oktober 2012 veröffentlicht und auch hier stellt sich die Frage, wieso diese Haus-Konverter nicht längst auf dem Markt erschienen sind? Würde jeder Bewohner dieser Erde sein eigenes Erdöl durch den chemischen Umkehrprozess herstellen, würde dies eine Unabhängigkeit vom herkömmlichen Erdöl bedeuten. Die Unabhängigkeit der Menschen vom vorherrschenden System wäre der Untergang der Mächtigen und so wird auch dieses Patent unterdrückt.


 

5 Antworten zu „Wie wir das Plastik-Problem nachhaltig beheben “

  1. alpharocking

    Wird die Natur in form eines Bakteriums eines der Größten Probleme unserer Zeit lösen ? Wenn ja, hat die Natur ein Problem gelöst – schon bevor wir Menschen es überhaupt erst verursacht haben. Dieser Mehlwurm & sein Bakterium existierte schon lange vor dem durch Menschenhand geschaffenen Problems des Stoffes Plastik.

    Die Natur hat bereits alle Probleme gelöst, wir als Menschheit haben nur verlernt zu verstehen wie das von der Natur gemacht wird, Probleme zu lösen.

    Gefällt 2 Personen

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  2. NdM

    Warum man das Plastik nicht von Würmen fressen lässt?
    Die Antwort steht im Text, die Würmer wandeln das Plastik zur Hälfte in Zeh-Oh-Zwei um – und die Welt hat diesem pflanzenwachstumsfördernden Spurengas Killergas doch gerade den Krieg erklärt.
    Da wird es schwer bis sehr schwer für unsere berufspolitischen Weltenretter, plötzlich die Freisetzung von Zeh-Oh-Zwei zu erklären, der Bürger könnte ja merken, dass ihn seine berufspolitischen Nichtsnutze nach Strich und Faden und nach ihrem aktuellen Bedarf veralbern.

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    • alpharocking

      Ja – sowas dummes aber auch …
      Die widersprechen sich aber auf politischer ebene; Denn, man möchte ja auch das z.B. bis etwa 2020 möglichst eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Fahren … oder wenigstens Verkauft wurden …

      Das die Produktion von Elektrofahrzeugen um einiges Kohlenwasserstoff – intensiver ist als die von „Normalen“PKW´s, wird dabei gerne vergessen …

      Heißt also;
      Um dieses Ziel erreichen zu können müsste noch mehr ÖL (Darauf gründet zu großen teilen die Produktion von Fahrzeugen) verbraucht werden, dass aber wiederum würde die CO2 – Emission erhöhen …

      Es werden sich diese Märchen eben so zurecht gesponnen wie sie denn gebraucht werden, um dem Bürger, in form von immer neunen Märchen, verabreicht zu werden. 🙂

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      • Anna Schuster

        Geht es bei den völlig ineffektiven Elektroautos nicht darum, den Bürger von jeglicher Mobilität zu befreien? Autofreie Städte sind einer der Punkte der Agenda 21

        Gefällt 1 Person

      • alpharocking

        Weiß ich jetzt gar nicht was da drin steht.
        Wenn das aber stimmen sollte, können die auch Parallel dazu jegliche Wirtschaft aufgeben und abschaffen.

        Wie soll denn die Wirtschaft funktionieren wenn der Bürger von sein dazu nötigen Mobilität Abgeschnitten wird ? :-/

        Naja – auch schön, muss eben keiner mehr Arbeiten. Die werden schon sehen was sie davon haben !

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