Tageszeitungen: Muschi föhnen, Schwanz einweichen, Hintern abklopfen – Mein Bewerbungsschreiben an die Leitmedien

Die Kategorie „Sex und Erotik“ in den heutigen Tageszeitungen ist nicht mehr wegzudenken und „Tittenfotos sowie nackte Haut“ sind längst nicht mehr das Privileg des BILD-Gossenblättchens. Unsere Zivilisation befindet sich im Sturzflug und die sexuelle Fixierung ist nur ein Anzeichen der Dekadenz.

Das staatliche Fernsehen widmet sich diesem existenziellen Thema durch Steuergelder finanziert  gleich an mehreren Stellen. Die guten alten Werte der 60er wie Sittlichkeit, Moral und Anstand wurden binnen zwei Generationen gegen die gesellschaftlichen Normen Verdorbenheit, sexuelle Unzucht und Geschlechterfixierung ausgetauscht. Das Vorzeigeexemplar des staatshörigen politisch korrekte Neoliberalen faltet Papierflieger in homoerotischem Bastelpapier, schnuppert heimlich an rosa Höschen, umarmt Armutsflüchtlinge zum Willkommensgruß mit Preiselbeermuffins in Vaginaform und bumst wie ein Rammler im Hasenstall auf 2 C-B + MXE.

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Wer Mainstremmedien liest, schnuppert auch an Höschen.

Die Götzen des standartisierten Zeitungsleser, der beseelte Sozialdemokrat mit akademischem Hochschulabschluss bestehen aus einem eingerahmten Foto von Anis Amri über der Toilettenschüssel und einer separaten Sexspielzeug-Kammer, in der der beseelte Fachidiot vom Bücherwälzen eine Auszeit nimmt und seinen Trieben und wilden Phantasien freien Lauf lässt. 50 Shades of grey hat BDSM- Praktiken und sexuelle Sehnsüchte Einfamilienhaus-tauglich gemacht. Eine neue Stufe der sexuellen Offenheit wurde freigeschalten. Der Kinofilm „Feuchtgebiete“ zerstörte die letzte Hemmschwelle jeglicher sexueller Verklemmtheit und die Dekadenz erreichte einen neuen Tiefpunkt. Da wummert der Vibrator und knarrt das Bett, die Abtreibungsanstalten feiern Hochkonjunktur und die Östrogene im Wasser übersteigen bereits prozentual den Anteil der Kokainreststoffe in Frankfurts Leitungswasser, was bei Jungen bereits im Kindesalter zu ausgeprägter Brüstchenbildung führt. Aus diesem Grund führt das politische Rot-Grün-Gespann aus Politikern, ihren hörigen Helferlein aus den rot-grün-geprägten staatlichen Bildungsstätten und den hörigen medialen Hofschranzen der Leitmedien-Landschaft den gender-fluiden (geschlechterlosen) Homo – Hybriden ein, dessen Geschlechtsapparat sich auf ein soziales Konstrukt reduziert und der die biologischen Geschlechter der alten Schule vehement ablehnt. Conchita Wurst – die Ikone des Kulturmarxismus zeigt uns eindrucksvoll, wohin die Reise geht!

Der kulturelle Zusammenbruch der westlichen Welt hat bereits begonnen, unser zivilisatorischer Höhepunkt sowie eindrucksvolle Errungenschaften liegt weit in der Vergangenheit. Wir haben uns vom Joch des dogmatischen Glaubens befreit, konnten durch die Separation von Kirche und Staat das Barbarentum hinter uns lassen, wir haben die Naturwissenschaften renommiert, unsere Gesellschaft basierte lange Zeit auf wissenschaftlichen Studien und Modellen. Diese methodischen Forschungen und Anständigkeit hing uns irgendwann zu den Ohren heraus und unsere säkulare Gesellschaft hatte wieder Lust auf die alten Zeiten der öffentlichen Hexenverbrennung: Wir sehnen uns nach einer von grausamen Ideologien beherrschten Kultur. Die Guilotine und öffentliche Inquisitionen haben wir ungerne im Zuge des geistigen Fortschritts hinter uns gelassen. In Wahrheit lieben wir blutrünstiges Gemetzel, die Römer liebten ihre Gladiatorenarenen, wir lieben unseren Fußball, dessen gesamtes Vokabular dem Kriegsterminus entspringt: „Vorne links Soldat, Ball kommt von oben rechts, Volltreffer!“ Aber diese Gewalt reicht uns nicht, wir wollen mehr als nur klaffende Platzwunden, gebrochene Schienbeine und Gehirnerschütterungen in den begrünten Gladiatoren-Arenen des 21. Jahrhunderts. All das hat uns über die Jahre abgestumpft. Die Araber haben ihre öffentlichen Hinrichtungen, die Amerikaner haben ihre Gaskammern und da wurden wir eben ein bisschen neidisch und so holten wir uns im Zuge der sexuellen Verrohung auch eine mordlustige repressiv-archaische Kultur ins eigene Wohnzimmer. Herrlich! Endlich haben wir diese Zustände, nach denen wir uns seit den Kreuzigungen sehnen, wieder vor der Haustür, während wir uns gegenseitig mit Dildos penetrieren. Die Welt könnte nicht schöner sein! Das einzige, was nervt sind die kritischen Töne der wenigen Putin-Nazis und Braunen, aber die werden auch wieder verstummen, da sind wir uns sicher, Wir waren auch felsenfest davon überzeugt, dass die Mauer stehen bleibt.

Der Römer liebte aber nicht nur die Gladiatorenkämpfe, sie liebten auch ihre Bordelle. Ein Römer ohne sexuellen Ungehorsam ist kein Römer. Prostituierte zählten im alten Rom zum guten Ton, auf den Grabsteinen der leidenschaftlichsten Bordellgästen tanzen die in Stein gemeißelten Phalloi noch heute in den Museen zu Lyra und Doppelflöte. Und so römisch sind wir auch! Wir fühlen uns von Vaginas, Penissen und sekundären Geschlechtsorganen magisch angezogen und deshalb boombt der Sex-Markt auch in Deutschland und brach eine Reihe von Sexualtherapeuten, Sexberatern, Sexautoren und Sexmoderatoren hervor. Der Menschheit sind die weltlichen Probleme tertiär egal. Sie will nichts von sterbenden Kindern in Dombass, von rückschrittlichen Kulturen, den US-Kriegen und dem Artensterben der afrikanischen Wildtiere/ Meeressäugern und Bienen hören. Ihr kultureller Kontakt, den sie mit Kultur-fremden Menschen pflegt, reduziert sich auf die Speisekarte beim wöchentlichen Besuch im örtlichen Lokal des Chinesen Hing Mun Dung oder dem Türken Gokan Hakan. Die Krone der Schöpfung, die erlesene Saat Gottes, der Homo sapiens des 21. Jahrhunderts will neben landeseigenen barbarischen Zuständen vor allem eins: Ficken. 

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Dr. Beatrice Wagner hat als Sexualtherapeutin täglich mit den Bettproblemen und Sexwünschen ihrer Patienten zu tun und wird von den Etablierten rumgereicht wie ein Dosenbier. Man teilt eben gerne in der Mainstreammedienwelt nicht nur die Bausteine der verfassten Texte, sondern auch die Frauen.

Wenn Tag24 unter Einbezug einer promovierten Sexualexpertin schreibt, die Frau solle sich nach dem Sex die Vagina föhnen, dann postulierte diese Dame ihr anstudiertes Wissen bereits in anderen Qualitätsmedien wie der Gala, dem Focus, der BILD-Zeitung und der Huffington-Post. Lauscht man den tiefen Weisheiten der Sex-Akademikerin mit Doktortitel, bilden sich in der Scheide der Frau nach dem Vollzug des sexuellen Aktes Bazillen und Bakterien, die mit einem Föhn abgeföhnt werden müssen. Aber bitte nur innen zwischen den äußeren Schamlippen, mit kalter Luft und auf Stufe II! Auf Basis dieses Artikels hat sich die Betreiberin dieses Blogs bei den oben genannten Qualitätsmedien als Journalistin für die Rubrik „Sex und Erotik“ beworben. Eine Kopie habe ich auch an Frau Wagner gesendet. Hiermit veröffentliche ich mein Bewerbungsschreiben:

 

+++ OFFENER BRIEF +++

Lieber Chefredakteur __________,

Mit Begeisterung lesen ich ihre unregelmäßig erscheinenden Beiträge über die Themen Sex und Erotik und muss Ihnen zu Ihrem gestern erschienenen Artikel gratulieren, der die Frauenwelt dazu aufruft, nach dem Sex die Vagina zu föhnen. Als treuer Zeitungsleser glaube ich selbstverständlich an die mir in ihrem seriösen Blättchen angebotenen Sextipps. Und so begab ich mich nach dem gestrigen Sexualakt mit meinem Honeyboy in das Badezimmer und föhnte meinen heiligen Liebestempel, bis der Marmor brüchig wurde und die Außenwände das Glühen anfingen. Heute, einen halben Tag später entwickelte sich das Problem zu einer echten „Zerreißprobe“. Frau Wagner habe ich bereits persönlich kontaktiert, die mir für meine Leiden den Rat gab, vier Eiswürfel mit Fritteusenfett einzureiben und sie einzeln in die vaginale Öffnung einzuführen und so lange auf dem Porzellansitz zu warten, bis das Eis vollständig abgeschmolzen ist. Alternativ bot mir die Expertin Inkontinenz – Windeln an, die ich mir anlegen könnte. Da vielleicht mehrere junge Mädchen aufgrund ihres Artikels Probleme mit dem Föhnen der Vagina bekamen, wäre es sinnvoll, wenn sie die Gegenmaßnahmen der Sexualexpertin in einem separaten Beitrag veröffentlichen.

Ich möchte mich zudem für eine Arbeitsstelle als Sex-Journalistin bei Ihnen bewerben und Erotik-Artikel verfassen. Als leidenschaftliche BRAVO-Leserin kann ich auf einen breiten Wissensfundus zu den Themen Sex zurückgreifen. Den Nachweis eines wissenschaftlichen Studiums kann ich Ihnen nicht erbringen, sollte ein Doktortitel die Qualität und das Niveau meiner Inhalte anheben, dürfen Sie mich gerne Doktor nennen. Eine journalistische Kooperation mit Frau Wagner lehne ich prinzipiell nicht ab.

Um Ihnen Einsicht in mein Fachwissen zu gewähren, möchte ich Ihnen in diesem Bewerbungsschreiben zwei weitere Hausmittel bei Sexproblemen vorstellen: Sollte es im Zuge des wolllüstigen Sexaktes zu einem überdurchschnittlich harten Penis kommen, ist es möglich, den erhärteten Kolben mit Wattebällchen zu betumpfen. Die Wattebällchen bitte vorher in Weichspüler einlegen und dann vorsichtig die Unterhose des Mannes füllen. Da während des Geschlechtverkehrs bei zu harten Stößchen innere Verletzungen die Folge sein können, raten ich zu Gegenmaßnahmen. Optional ist es auch möglich, den stählernen Schwängel in Essiglauge einzulegen. Essig weicht selbst härtesten Kruppstahl und macht ihn flauschig weich wie Hasenfell.

Ein Haushaltstipp bei starkem Haarwuchs am Gluteus maximus wäre das Abklopfen der behaarten Partien durch einen Teppichklopfer. Bereits wenige Minuten später fallen die Haare am maskulinen Po ab und hinterlassen zwei strahlende Backen. Bitte den Hintern nicht zu zaghaft behandeln, da sonst die hartnäckigen Borsten stecken bleiben. Nach der Enthaarung den Boden mit einem Staubsauger oder einem Kehrbesen reinigen und den Hintern mit etwas Milchpulver bestreuen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir eine Rückantwort senden würden.

Mit freundlichen Grüßen,

Anna Schu

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Diesen Brief habe ich an folgende Adressen gesendet:

Dr. Beatrice Wagner
Wenzberg 17
82057 Icking
Tel. 08178 907826
E-Mail: mail@beatrice-wagner.de

Chefredakteure: Uli Baur und Dr. Wolfram Weimer
FOCUS Magazin Verlag GmbH
Arabellastraße 23
81925 München
E-Mail: redaktion@focus.de

Kundenservice GALA
20080 Hamburg
E-Mail:  gala-service@guj.de

Julian Reichelt
Bild GmbH 6 Co. KG
Axel-Springer-Straße 65
10888 Berlin
E-Mail: INFO@BILD.DE

Robert Kuhne
Friedrichstraße 68
10117 Berlin
E-Mail: online@tag24.de

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